Was versteht man unter: Chelattherapie / Metallausleitung ?
Geschrieben von: aust247 in Wellness & Gesundheit, tags: Chelattherapie / Metallausleitung
Dies ist ein Beitrag von Dr.med.Dirk Wiechert (c)
Die Chelat-Therapie ist geeignet, Schwermetalle aus dem Körper auszuleiten und damit eine Entzündungshemmung und Selbstregeneration zu bewirken.
Es werden eine Vielzahl von Symptomverbesserungen bei der Arteriosklerose, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Sklerodermie, durchblutungs- und aluminiumspeicherungsbedingter Demenzerkrankungen, Tinnitus, Schmerzsyndromen, Altersflecken, Einschränkungen des Immunsystems etc. in Gang gesetzt. Das funktioniert natürlich nur bei floriden (noch nicht vernarbten) Prozessen. Hierzu gibt es überwiegend Einzelfalldarstellungen, die rückwirkend die Interpretation erlauben, dass die Verbesserungen durch die Metallausleitung zustande gekommen sind.
Voraussetzungen für eine Chelat-Therapie sind eine eingehende Befragung zu den Beschwerden, Lebensgewohnheiten, Medikamenten, sowie eine körperliche und Laboruntersuchung.
Bei der Laboruntersuchung, die überwiegend auch in der Bewertung der letzten Laborwerte des Hausarztes bestehen kann, wird ein Ausgangsstatus bestimmt, an dem man sich unter der Therapie als Referenzwert orientieren kann.
Zudem sollte geprüft werden, was die Chelattherapie bewirken kann. Dazu benötigt man einen 24-Stunden-Sammelurin vor einer Chelierung und einen nach einer Chelierung . Sie werden auf Referenzmetalle getestet. Wenn der Wert in der zweiten Probe deutlich höher ist, ist bewiesen, dass die Metalle mobilisierbar sind – und die Therapie macht auch Sinn. In diesem Fall besteht auch eine Aussicht auf Erstattung der Kosten durch die Krankenkassen, dieses müsste allerdings mit diesem Befund im Vorfeld geklärt werden.
Es kommen die Substanzen EDTA und DMSA zur Anwendung. Letztere Substanz ist auch hirngängig und kann somit auch dort die Metalle lösen.
Eine Behandlung dauert ca. vier Stunden. Die Anzahl der Anwendungen orientiert sich am Therapieverlauf und den jeweils in der Kontrolle noch mobilisierbaren Schwermetallen. Kontrollen können bei jeweils 10 Anwendungen angezeigt sein. Mehrere Behandlungszyklen in mehrmonatigem Abstand zeigen gute Erfolge. Zwei Behandlungen pro Woche erlauben dem Körper eine ausreichende Homöostase für die folgende Chelierung. Die Behandlung wird überwacht.
Kontraindikationen: tubuläre Nierenschäden, hämorrhagische Diathesen, Kalziummangelzustände und schwere Herz-Kreislauferkrankungen; ein Herzinfarkt sollte mindestens drei Monate zurück liegen. Ein EKG oder Belastungs-EKG, intrazelluläre Mineralstoffanalyse und Untersuchung des Urins auf Sediment, Eiweiß und Filterleistung der Niere helfen hier weiter und können ggf. im Vorfeld korrigiert werden.
Auf jeden Fall gehört auch eine Veränderung in den Ernährungs- und Trinkgewohnheiten und der Bewegung mit zum Therapieerfolg (Stichwort: Lifestyle). Die Therapie lässt sich auch sehr gut mit der pulsierenden Magnetfeldtherapie kombinieren, und der Erfolg dadurch stabilisieren. Hier ist es wichtig, dass man mit einer Biofeedbackkontrolle (z.B. Herzratenvarianzanalyse), die Wirkung der Therapie auf den Körper kontrolliert.
Bei der Zahnsanierung werden oft Füllungen entfernt. Dabei werden Metalle freigesetzt. Diese versucht der Zahnarzt abzusaugen. Das gelingt unterschiedlich gut. Was nicht abgesaugt wird, schluckt der Patient oder atmet auch den feinen Sprühnebel ein. Mitunter werden begleitend dann Vitamin-C-Gaben und Zink empfohlen, die auch eine leichte chelierende Wirkung haben. Hier würde sich allerdings eine Chelattherapie am gleichen und evt. auch am Folgetag anbieten.
Mitunter haben Patienten auch zwei verschiedene Metalle im Körper oder sogar im Mund. Wegen der unterschiedlichen elektrischen Potentiale kommt es hier zu einem Elektronenausgleich, also quasi einem Kriechstrom, der durchaus als Störfeld wirken kann. Außerdem werden auch mehr Metallionen aus der Füllung gelöst, als wenn man nur ein Metall im Mund hätte.
Kaugummifreunde reinigen nicht nur die Zähne, sondern auch den oxidierten Belag der Füllungen und schlucken die aus dieser gereinigten Oberflächevermehrt freigesetzten Metalle ebenfalls runter. Andere Metallquellen sind der Zigarettenrauch für Cadmium, die Abgase und die Zahnfüllungen für Palladium, Spielzeug, buntes Geschirr für Blei, da es sich dabei oft um bleihaltige Farben handelt. Die geschluckten Metalle werden von jedem unterschiedlich verstoffwechselt. Manche entwickeln dagegen Allergien, andere erfahren eine Veränderung des Immunsystems oder von Enzymsystemen, die dann ganz unterschiedliche Symptome hervorrufen können, da die Enzyme durch das bindende Metall in ihrer Funktion gelähmt werden könnnen. Die Andockstellen für die richtigen Metalle, die der Körper an dieser Stelle also braucht, sind dann besetzt.
Ganzheitlich betrachtet, sollte man diesen Aspekt zumindest mit in die Ursachendiagnostik einfließen lassen. Da die Chelierung aber nicht zwischen gut und böse unterscheidet, muß man dafür Sorge tragen, dass die Chelierung überwacht und langsam abläuft dass nach dem Ablauf der Chelatwirkung die gesunden Mineralstoffe wieder zugeführt werden.
Dr. med. Dirk Wiechert
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27721 Ritterhude
Deutschland
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